13.Etappe Zehdenick-Berlin
30. Mai 2011Guten Morgen,
willkommen zur letzten, der finalen Etappe.
Wir sitzen beim Frühstück und stärken uns für den Tag. Monika hat heute Morgen verschlafen, was in sofern ungewöhnlich ist, weil sie die ganze Zeit immer als erstes von uns hoch war.
Gestern Abend haben wir noch eine Weile zusammen gesessen, über die vergangenen Tage und anderes geredet und den letzten Abend mit einer Flasche Sekt gekrönt, natürlich haben wir auch auf den Geburtstag angestoßen.
Die Stimmung heute Morgen ist eher ruhig und die Töne sind leiser, aber ok, jeder freut sich darauf, dass es heute zu Ende geht.
Wir haben es geschafft, wir sind am Ziel!
Kopenhagen - Berlin in 13 Tagen, für uns, die so etwas zum aller ersten Mal gemacht haben, ist es ein riesen Erfolgserlebnis. Ohne jetzt sentimental zu werden, aber ein Tränchen war schon im Auge, als wir zu Hause vor die Haustür rollten. Wir sind stolz auf unsere Leistung, 738 km, eine Wahnsinnszahl.
Gestartet sind wir heute Morgen gegen 09:36 Uhr, mit dem Frühstücken haben wir uns viel Zeit gelassen. Gesundheitlich sind wir Drei wohlauf, die Beine waren fit und die Aussicht, dass es zu Ende geht, tat sein übriges. Die Route führte uns von Zehdenick aus lange am Wasserkanal entlang, die Strecke mit bald 14 km ließ sich hervorragend fahren, ist gut ausgebaut und bei diesem Wetter haben wir uns über ein wenig Wind sogar gefreut. Hier gab es eigentlich nichts, außer einer guten Fahrspur, die schöne Natur und den Kanal. Ein Auto fuhr an uns vorbei und zwei/drei Leute vielleicht, drei Boote haben wir gesehen, sonst war es eine sehr ruhige und flotte Fahrt. Der nächste Ort war Liebenwalde, hier gab es ein paar Häuser und Straßen, dann bogen wir aber wieder ab in Richtung Friedrichsthal, nur durch den Wald, mehr als 10 km lang. Die Räder liefen tadellos, rollten leicht auf dem Asphalt und wir machten so Kilometer um Kilometer. Von Friedrichsthal aus ging es nach Oranienburg, weiter über Borgsdorf nach Birkenwerder. Einzig in Oranienburg haben wir etwas Zeit verloren, durch eine Baustelle und einer gesperrten Strasse hatten wir die Route verloren und sind einen Umweg gefahren. Aber ok, dass hat uns heute nicht mehr geärgert. In Birkenwerder haben wir gerastet, zu Mittag gegessen und uns von Monika, unserer sehr lieben Mitfahrerin, verabschiedet. Sie hat ab hier die S-Bahn genommen. Vor der Fahrt waren wir nur locker bekannt, erst auf der Fahrt haben wir uns näher kennen gelernt und in den zwei Wochen sind wir gut ausgekommen. Auch wenn ich es schon persönlich getan habe, ich möchte mich noch einmal auf diesem Wege bei Ihr bedanken und für die angenehme Zeit mit Ihr auf dem Fahrrad und in der Freizeit Danke sagen.

Für Rosi und mich ging es dann weiter, wir wollten Berlin mit dem Fahrrad erreichen. Der Rest der Etappe ist schnell erzählt, die Strecke führte uns an Hohen Neuendorf, Henningsdorf und Niederneuendorf vorbei direkt nach Berlin Spandau. Wir haben wenn, dann nur kurz gehalten, ansonsten ließen wir die Beine arbeiten und rissen die Kilometer ab. Mit 75 km war die letzte Etappe dann doch ein verdammt harter Brocken, aber wir waren gegen 16:15 Uhr vor der Haustüre. Glücklich muss ich dazu sagen und es gab nur ein paar wenige Gedanken in dem Augenblick, das Fahrrad in den Keller bringen, das Gepäck hoch in die dritte Etage, eine heiße Badewanne einlassen und raus aus den Fahrradklamotten.
Ich werde die Tour ein wenig sacken lassen und dann noch einen letzten Bericht schreiben.
Es grüßen Rosi und Rolf, sowie Monika in Abwesenheit
Ich gebe die letzte Etappe wieder als Link frei.
>>>http://connect.garmin.com/activity/89046767<<<
