13.Etappe Zehdenick-Berlin

30. Mai 2011

Guten Morgen,
willkommen zur letzten, der finalen Etappe.

Wir sitzen beim Frühstück und stärken uns für den Tag. Monika hat heute Morgen verschlafen, was in sofern ungewöhnlich ist, weil sie die ganze Zeit immer als erstes von uns hoch war.
Gestern Abend haben wir noch eine Weile zusammen gesessen, über die vergangenen Tage und anderes geredet und den letzten Abend mit einer Flasche Sekt gekrönt, natürlich haben wir auch auf den Geburtstag angestoßen.
Die Stimmung heute Morgen ist eher ruhig und die Töne sind leiser, aber ok, jeder freut sich darauf, dass es heute zu Ende geht.

Wir haben es geschafft, wir sind am Ziel!
Kopenhagen - Berlin in 13 Tagen, für uns, die so etwas zum aller ersten Mal gemacht haben, ist es ein riesen Erfolgserlebnis. Ohne jetzt sentimental zu werden, aber ein Tränchen war schon im Auge, als wir zu Hause vor die Haustür rollten. Wir sind stolz auf unsere Leistung, 738 km, eine Wahnsinnszahl.

Gestartet sind wir heute Morgen gegen 09:36 Uhr, mit dem Frühstücken haben wir uns viel Zeit gelassen. Gesundheitlich sind wir Drei wohlauf, die Beine waren fit und die Aussicht, dass es zu Ende geht, tat sein übriges. Die Route führte uns von Zehdenick aus lange am Wasserkanal entlang, die Strecke mit bald 14 km ließ sich hervorragend fahren, ist gut ausgebaut und bei diesem Wetter haben wir uns über ein wenig Wind sogar gefreut. Hier gab es eigentlich nichts, außer einer guten Fahrspur, die schöne Natur und den Kanal. Ein Auto fuhr an uns vorbei und zwei/drei Leute vielleicht, drei Boote haben wir gesehen, sonst war es eine sehr ruhige und flotte Fahrt. Der nächste Ort war Liebenwalde, hier gab es ein paar Häuser und Straßen, dann bogen wir aber wieder ab in Richtung Friedrichsthal, nur durch den Wald, mehr als 10 km lang. Die Räder liefen tadellos, rollten leicht auf dem Asphalt und wir machten so Kilometer um Kilometer. Von Friedrichsthal aus ging es nach Oranienburg, weiter über Borgsdorf nach Birkenwerder. Einzig in Oranienburg haben wir etwas Zeit verloren, durch eine Baustelle und einer gesperrten Strasse hatten wir die Route verloren und sind einen Umweg gefahren. Aber ok, dass hat uns heute nicht mehr geärgert. In Birkenwerder haben wir gerastet, zu Mittag gegessen und uns von Monika, unserer sehr lieben Mitfahrerin, verabschiedet. Sie hat ab hier die S-Bahn genommen. Vor der Fahrt waren wir nur locker bekannt, erst auf der Fahrt haben wir uns näher kennen gelernt und in den zwei Wochen sind wir gut ausgekommen. Auch wenn ich es schon persönlich getan habe, ich möchte mich noch einmal auf diesem Wege bei Ihr bedanken und für die angenehme Zeit mit Ihr auf dem Fahrrad und in der Freizeit Danke sagen.

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Für Rosi und mich ging es dann weiter, wir wollten Berlin mit dem Fahrrad erreichen. Der Rest der Etappe ist schnell erzählt, die Strecke führte uns an Hohen Neuendorf, Henningsdorf und Niederneuendorf vorbei direkt nach Berlin Spandau. Wir haben wenn, dann nur kurz gehalten, ansonsten ließen wir die Beine arbeiten und rissen die Kilometer ab. Mit 75 km war die letzte Etappe dann doch ein verdammt harter Brocken, aber wir waren gegen 16:15 Uhr vor der Haustüre. Glücklich muss ich dazu sagen und es gab nur ein paar wenige Gedanken in dem Augenblick, das Fahrrad in den Keller bringen, das Gepäck hoch in die dritte Etage, eine heiße Badewanne einlassen und raus aus den Fahrradklamotten.

Ich werde die Tour ein wenig sacken lassen und dann noch einen letzten Bericht schreiben.
Es grüßen Rosi und Rolf, sowie Monika in Abwesenheit

Ich gebe die letzte Etappe wieder als Link frei.
>>>http://connect.garmin.com/activity/89046767<<<

12.Etappe Fürstenberg/Havel-Zehdenick

29. Mai 2011

Hallo,
wir sind am Ziel unserer vorletzten Etappe in Zehdenick eingetroffen, unserer letzten Übernachtung. Es ist wirklich nur ein Zufall, aber hier in unserer Unterkunft gibt es 4 Bowlingbahnen ;-)). Mal sehen, was wir heute Abend machen.
Unser Tag begann wie immer mit Frühstück gegen 8 Uhr. Diesmal nicht in unserer Unterkunft, wir mussten 5min. bis zum Bäcker laufen, aber dort bekamen wir ein großes Frühstück. Unsere Unterkunft, die “Alte Reederei” ist auch wieder sehr zu empfehlen, der Preis stimmt, in jeder Wohnung kann man sich selber verpflegen, im Preis ist Kanufahren enthalten, es gibt einen schönen großen Garten bis ans Wasser. Hier kann gegrillt werden, ein Lagerfeuer ist machbar, es gibt viele Unterhaltungsmöglichkeiten hier im Garten und ein breites Angebot für Aktivitäten auf dem Wasser. Ideal für einen kurzen Tripp.
Die Etappe heute führte uns weiter durch die Wälder Brandenburgs. Einen ersten Stopp haben wir gleich nach 10 km eingelegt, wir sind durch den Ort Himmelpfort gefahren. Für die, die es nicht wissen, in diesem Ort ist die Adresse vom Weihnachtsmann, hier kommen Briefe aus der ganzen Welt an, Wunschzettel, die die Kinder an den Weihnachtsmann schreiben. Wir konnten uns die Weihnachtsstube ansehen, die zur Zeit aber nicht bewohnt ist, auch die Weihnachtsengel, die die ganze Post beantworten, sind noch nicht im Einsatz, dass geht alles erst Mitte November los, aber es sollen letztes Jahr über 200000 Briefe beantwortet worden sein. Von der Weihnachtsmannadresse ging es zurück auf unserer Route über Bredereiche nach Dannenwalde. Dieser Teilabschnit führt nur durch Wald und Wiese, gelegentlich mal auf und ab, aber immer gut auf breiten Wegen zu fahren, wir konnten gutes Tempo gehen, die Beine von uns allen waren gut, es gab keinerlei Beschwerden. Die Etappe heute war eigentlich nur geprägt von Waldgebiet oder Wiese und sehr viele Seen. Was wir heute an Seen gesehen haben, wer will, kann sich ja mal die Gegend zwischen Dannenwalde und Zehdenick ansehen, Seen so weit das Auge reicht. Zwischen Zabelsdorf und Zehdenick gab es früher viele Tongruben, wo um 1900 die Ziegel für Berlin hergestellt wurden. Als diese Gruben dann geschlossen wurden, hat man sie mit Wasser gefüllt und so entstanden hier viele Seen. Ab Dannenwalde hatten wir endlich auch ebene Strecke, wir konnten die Räder rollen lassen und sie liefen gut. So waren wir schon gegen 13 Uhr am Ziel. Es war eine ruhige und flotte Fahrt, aber so etwas tut auch mal gut.
Wir haben uns am Nachmittag Kaffee und Kuchen gegönnt, heute Abend gehen wir essen. Wir werden ein wenig feiern, denke ich. Es gibt bei uns heute einen Geburtstag zu feiern, wir haben unser großes Ziel unmittelbar vor uns und es ist unsere letzte gemeinsame Übernachtung. Morgen trennen sich die Wege unserer kleinen Reisegruppe.
Die Etappe war mit 45 km eine kurze Strecke. Die gesamten Kilometer unserer Tour sind somit bei 663 km angelangt.

Der Ausblick auf morgen:
Die letzte Etappe Morgen wird über Birkenwerder gehen, eine Strecke von ca. 40 km Hier trennen wir uns von Monika, die weit nach Osten abschwenken muss und ab Birkenwerder die S-Bahn nimmt. Rosi und ich werden dann die letzten 30 km alleine weiter fahren und mit ein wenig Rückenwind werden wir gegen 16 Uhr in Berlin Spandau, unserem persönlichen Ziel ankommen. Mit rund 70 km haben wir beide die längste Etappe vor uns, aber die eigenen 4 Wände rufen und werden Ansporn genug für Rosi und mich sein.

Wir danken an dieser Stelle allen, die uns während der Tour begleitet haben, uns gute Wünsche zukommen ließen oder uns moralische Unterstützung gaben. Vielen Dank Euch allen.

Soweit für heute, es grüßen
Rosi, Monika und Rolf

11.Etappe Dalmsdorf-Fürstenberg/Havel

28. Mai 2011

Guten Tag,
heute melde ich mich aus Fürstenberg an der Havel, hier haben wir für die Nacht eine Ferienwohnung. Rosi und ich haben die blaue Wohnung, Monika schläft im Spielzimmer, sie hat das ganze Zimmer voll mit Spielzeug (hey, keine falschen Gedanken, kein Erwachsenenspielzeug ;-)). Es gab sonst keine andere Möglichkeit für uns. Wir hatten eine andere Unterkunft gebucht gehabt, diese lag jedoch weit außerhalb, wie uns erst heute Morgen klar wurde. So haben wir noch am Frühstückstisch alles umgeschmissen, eine neue Unterkunft gesucht und die Alte abgesagt. Unser Tag begann wie immer mit Frühstück um 8 Uhr, es gab ein kleines Frühstücksbuffet für uns. Die Nacht war für uns alle sehr erholsam, wir konnten gut schlafen. Auch konnte ich feststellen, dass die allgemeine Verfassung bei uns Dreien gut ist, sich gegenüber den letzten Tagen doch wieder gebessert hat. Wie gestern geschrieben, dauert es jedoch immer länger bei uns. Gestartet sind wir heute erst um 09:46 Uhr.
Unsere Route führte uns heute im ersten Teil durch den Nationalpark Müritz. Endlos Wald und viele kleine Seen, hier kann man sehr viel sehen und seine Zeit verbringen, die Ruhe genießen. Einzig viele Fahrradfahrer sind unterwegs, in dieser Region treffen sich viele verschiedene Fahrradrouten. Die ersten 30 km ließen sich sehr gut fahren, die Räder rollten gut und wir machten Kilometer um Kilometer gut. Der Himmel war bedeckt, nur selten kam die Sonne durch, es war frisch und wir fuhren in langen Sachen. Über Blankenförde führte uns die Strecke weiter an Zwenzow vorbei nach Wesenberg am Woblitzsee. Hier haben wir eine kurze Kaffeepause eingelegt. Leider waren die 5 km vor Wesenberg nicht mehr so toll, Kiesbelag und hollprig, eine Belastung für Mensch und Material, aber es sollte uns später noch schlimmer treffen. Wie in den letzten Tagen auch geht es eigentlich immer nur auf und ab, so richtig ebenes fahren gibt es hier in der Region nicht. Von Wesenberg aus blieben wir auf der orig. Radroute Berlin-Kopenhagen, wir fuhren an Wustrow vorbei, weiter durch Strasen, Großmenow und Steinförde bis nach Fürstenberg/Havel. Hinter Wesenberg hat es uns dann schlimm getroffen, bald 14 km ging es durch den Wald auf unbefestigten Waldwegen. Stock und Stein lagen uns im Weg, Wurzelwerk und eine Unmenge an Tannenzapfen, dazu steile Anstiege und ebenso steile Abfahrten. Das war die Härteprobe für Mensch und Material. Wir wurden so durchgeschüttelt. Wer schon mal eine längere Zeit über Tannenzapfen gefahren ist, versteht was ich meine, es kann passieren, dass einem das Fahrrad komplett wegspringt. Wir mussten absolut konzentriert fahren und unser Handling mit dem Fahrrad wurde aufs äußerste in Anspruch genommen. Leider kamen wir nicht heil durch, Material ja, Mensch nein. Monika und ich zogen uns Blessuren zu. Monika hat sich die Kniee angeschlagen, ich habe eine Risswunde am Schienbein. Aber so haben wir für die nächsten Tage noch ein Andenken mehr. Es geht uns aber gut und wir können die Tour ohne Einschränkung fortsetzen. Insgesamt sind wir heute gut durchgekommen und erreichten gegen 15 Uhr Fürstenberg. Hier haben wir dann erstmal gegessen und später noch einen Kaffee getrunken. Das hatten wir uns verdient.
Mit 56 km war die Etappe wieder gut zu schaffen. Somit ist der aktuelle Stand unserer Gesamtkilometer auf 618 km angestiegen.
Dies war für uns ein schöner Tag, trotz aller Anstrengungen und Schmerzen, die wirklich sehr schöne Gegend belohnt einen für alle Mühen. Ich spreche hier mal eine Empfehlung aus, der Müritz Naturpark ist immer ein Kurzurlaub wert. Ob mit Auto zum Wandern, mit dem Fahrrad, dem Motorrad, dem Kanu oder Boot, hier ist alles willkommen und macht Spaß. Hier vor Ort gibt es so viele Ferienwohnungen und Häuser, so dass eine preiswerte Unterkunft immer machbar ist.

Der Ausblick auf Morgen:
Die Tour geht langsam zu Ende, unser großes Ziel ist in Sichtweite. Noch etwa 110 km bis Berlin. Unser vorletztes Etappenziel Morgen ist Zehdenick und mit 45 km eher eine kurze Etappe. Am Montag Nachmittag werden wir dann Berlin erreichen.
Soweit für heute, es grüßen
Monika, Rosi und Rolf

10.Etappe Waren a.d.Müritz-Dalmsdorf

27. Mai 2011

Einen schönen guten Tag,
wir haben schon Quartier für heute bezogen und ruhen uns ein wenig aus, daher kommt mein Bericht früher.
Wir hatten ja eine geräumige Ferienwohnung, in der wir heute Morgen das Frühstück geliefert bekommen haben. Ein guter Service und das Frühstück war zu unserer Zufreidenheit, es gab eine große Auswahl.

Wie gestern schon mal vorsichtig angedeutet, geht die Tour doch langsam an die Substanz. Es sind Kleinigkeiten, ab denen ich zu erkennen glaube, dass es so ist. Der Anfangsschwung, der Elan der da war, ist weg. Wir sind nicht mehr so zeitig hoch, alles dauert derzeit etwas länger, der Start erfolgt nicht mehr so früh, wir bleiben nicht mehr an jedem Stock und Stein stehen und schauen. Wir fressen die mit unseren Rädern die Kilometer, schauen uns immer noch einiges an, aber nicht mehr so wie in der ersten Woche. Z.B. haben wir uns heute für die Mittagspause mehr als eine Stunde Zeit genommen. Ist doch nicht viel, würden jetzt einige sagen, ist es aber doch. Die gesamte Muskulatur ist wieder kalt, die Beine sind schwer, die allgemeine körperliche Verfassung ist zur Ruhe gekommen. Dann wieder in Schwung zu kommen fällt besonders schwer. Aber erst mal ein paar Zeilen zur Tour.

Gestartet sind wir heute Morgen um 09:36 Uhr, wie schon angedeutet ist der Start uns schwer gefallen, zumal die Etappe gleich mit einer Steigung beginnt. Wir hatten wieder Wind auf der gesamten Etappe, beim Start hatten wir noch Sonne, die aber bald hinter den Wolken verschwand, so dass wir die ganze Zeit bedeckten Himmel mit Wind hatten und auf den letzten 3 km regnete es auch noch. Es gab auch wieder sehr viele Steigungen und Abfahrten in der Tour, ebenes Fahren war heute kaum möglich. Von Waren aus führte die Tour uns um die Binnenmüritz herum in Richtung Federow. Dort beobachteten wir das Seeadlerjunge im Nest (per Kamera übertragen) und sahen uns die vielen Schautafeln zum Thema Vogelschutz und Aufzucht von Seeadlern an. Eine willkommene kurze Pause. Von da ging es dann um den Nationalpark Müritz herum. Wir sind auf der Route Berlin-Kopenhagen geblieben. Sicher kann man quer durch den Nationalpark fahren und es ist bestimmt auch schöner, aber wir wollten unseren Radweg nicht verlassen. Ich für meinen Teil werde aber dort noch mal hinfahren und den Nationalpark ausgiebig mit dem Fahrrad erkunden, es soll ein sehr schöner und sehr großer Natinalpark sein. Bei Friedrichsfelde haben wir Mittag gemacht und sind dort länger geblieben, als ursprünglich gewollt. Aber wir wußten ja, bis zur Unterkunft ist es nicht mehr so weit gewesen. Die letzten Kilometer über Kratzeburg nach Dalmsdorf waren aber noch mal sehr anstrengend, wie oben schon aufgezeigt, sind wir kalt geworden, das hatte sich auch körperlich bemerkbar gemacht, während der letzten Kilometer haben wir gefroren.
Die nächsten Stationen unserer Tour waren Groß Dratow, Wendorf Friederichsfelde und Ankershagen, um dann in Dalmsdorf die Etappe zu beenden. Hier ist tote Hose, hier ist nichts. Nichts zum einkaufen oder ansehen. In zwei Kilometer Entfernung soll es einen Imbiss geben, naja. Derzeit ruhen die Frauen aber noch, mal sehen, was wir heute noch unternehmen.
Wir sind heute 50,70 km gefahren, eine durchschnittliche Strecke.

Der Ausblick auf Morgen:
Die 11. Etappe führt uns nach Fürstenberg an der Havel. Dies wird noch mal eine längere Etappe werden, ich schätze so 60 km.

Noch eine Zahl des Tages: Incl. der heutigen 10. Etappe sind wir bisher 561,70 km gefahren, eine enorme Strecke.

Viele liebe Grüße an alle,
Monika, Rosi und Rolf

9.Etappe Krakow a. See-Waren a.d. Müritz

26. Mai 2011

Guten Morgen,
heute melde ich mich schon früher. Wir sitzen beim Frühstück und lassen uns die Brötchen schmecken. Monika war schon unterwegs und hatte welche besorgt. Natürlich sind die Gedanken bei der heutigen Strecke und den kleinen Schwierigkeiten, die bewältigt werden wollen.
Heute Morgen haben wir alle drei länger geschlafen, vielleicht geht die Tour doch langsam an die Substanz. Monika und ich husten beide sehr stark, es hilft alles nichts, wir müssen heute noch mal an einer Apotheke halten. Rosi geht es ganz gut, auf die Beine angesprochen kam die Antwort:”Sie sind noch da”. Dennoch sind wir guter Dinge und sehen nach vorne, unser großes Ziel “Berlin” rückt ja langsam näher.
Wir haben heute Morgen blauen Himmel, die Sonne scheint schon kräftig und es wird wohl ein warmer Tag. Also müssen wir uns noch eincremen, bevor es gleich los geht.

Wir sind in unserer Unterkunft, auch für diese Nacht haben wir uns eine Ferienwohnung gemietet. Eine sehr schöne große Wohnung mit eigener Terasse, leider etwas außerhalb gelegen und nichts zum Essen in der Nähe.
Wir sind gegen 09:35 Uhr gestartet, unsere Route führte uns von Krakow aus über Dobbin und Linstow weiter in Richtung Jabel. Etwas war sehr schön an diesem Streckenabschnitt, der Weg führt durch endlose Wälder, am Anfang viele Laubwald, dann Mischwald und später viel Tannenwald, über 15 km lang nur durch Waldgebiet fahren, zwei Drittel auf einer sehr guten Asphaltschicht. Ein Drittel der Strecke war allerdings Schotter, das war dann nicht mehr so schön zu fahren und dennoch, ein sehr schöner Streckenabschnitt, die Ruhe, die Luft, die Wärme, die wir heute hatten, sehr schön, wirklich, muss man einmal gefahren sein. An einer Stelle haben wir einen Raubvogel aufgescheucht, der war groß mit einer riesen Spannweite. Dem Schnabel nach bestimmt ein Adler. Sag ich jetzt mal, Ahnung habe ich aber nicht davon. War aber schon sehr imposant. In Jabel selber haben wir direkt am See gerastet und haben für eine Weile die Füße hochgelegt. Vom Jabelscher See aus ging es entlang am Kölpinsee und der Binnenmüritz bis nach Waren an der Müritz, dem Luft Kurort. Schon sehr reges Treiben hier. Unsere Unterkunft liegt ca. 5 km außerhalb von Waren. In der Summe sind wir heute 59 km gefahren.
Man merkt aber schon, dass es langsam ans Eingemachte geht, wir alle drei sind schon mal gereizt und/oder einfach nur mal erledigt. Kommt vor und ist nichts schlimmes.

Der Ausblick auf Morgen: Die Etappe Morgen führt uns nach Kratzburg, auch wieder etwa 50 km (Richtung Neu Strelitz)

Soweit mein Bericht für heute, Es grüßen
Rosi, Monika und Rolf

Ich gebe wieder meine pers. Daten frei für alle, die die Strecke mal sehen und verfolgen wollen. Von mir noch mal der Hinweis, schaut sie Euch unter Google Earth an (Button ist oben).
>>>http://connect.garmin.com/activity/88184251<<<

8.Etappe Güstrow-Krakow am See

25. Mai 2011

Guten Abend,
ich melde mich aus Krakow am See, hier haben wir für die Nacht eine Ferienwohnung gemietet. Gestartet sind wir heute um 09:30 Uhr vom Schlosspark Hotel in Güstow. Vorher haben wir uns jedoch ausgiebig am Frühstücksbuffet bedient, dass abwechslungsreich und von großer Auswahl war. So gestärkt gingen wir heute unsere kürzeste Etappe an. Die Route war gut ausgeschildert und führte uns bald ins Grüne, an Feldern vorbei, durch Laubwälder und freier Natur. Auch hier ist die Landschaft recht malerisch und für unser Großstadtauge eine Wohltat. Nicht nur der Wind war auch heute wieder unser Begleiter und phasenweise störend, sondern auch die Aufs und Abs, viele kleine Anstiege, mal länger, auch mal 2 oder 3 hintereinander. Die zum Teil doch beschwerlichen Anstiege verlangten Ausdauer und Kraft, da haben die Frauen heute teilweise ganz schön pusten müssen, einmal wurde auch geschoben. Aber jeder Anstieg hat eine Abfahrt, die wir alle gerne gefahren sind. Als ob wir Könner wären, haben Rosi und ich uns ganz klein und flach gemacht, Hinterteil etwas hoch gestellt und aerodymanisch günstig die Abfahrten runter. In der Spitze kamen wir den 50 km/h sehr nahe.
Von Güstrow aus ging es in Richtung Bellin, Groß Breesen über Alt Sammit bis nach Krakow am See. Die Route heute führte uns auch am “1. Bücherhotel Deutschlands” vorbei, das Gutshotel in Groß Breesen. Die kleine Auszeit haben wir uns dann genommen, dort Kaffee getrunken und die Bücherscheune besichtigt. Rund 300000 Bücher soll es dort geben, seit heute ist es eines weniger, Rosi hatte ein interessantes Buch entdeckt und mitgenommen. Wir wurden sogar eingeladen, ein wenig länger zu verweilen. Ein Fernsehteam vom NDR hatte sich eingefunden und wollte einen Bericht drehen, wir sollten mit ins Fernsehen kommen. Das fanden meine beiden Reisebegleiterinnen dann nicht so toll und so haben wir unseren Weg ohne Fernsehen fortgesetzt. Kurz nach 13 Uhr waren wir an der Unterkunft, besorgten uns die Schlüssel und legten unser Gepäck ab. Anschließend sind wir wieder aufgebrochen, haben unterwegs gegessen und sind um den See herumgefahren, die Tour war ja nicht so lang. In der Summe für den Tag sind wir auf 54km gekommen, eine durchschnittliche Etappe mittlerweile für uns.
Zum Abendbrot gab es heute Kartoffelsalat und Würstchen, auch morgen Früh werden wir uns selber versorgen. Soweit mein Bericht für heute.

Der Ausblick auf Morgen: Die Route führt uns weiter bis nach Waren an der Müritz, ich rechne mal mit 50km für die Etappe.

Viele liebe Grüße von Rosi, Monika und Rolf

7. Etappe Rostock-Güstow

24. Mai 2011

Guten Abend,
ich melde mich aus dem Schlosspark Hotel in Güstrow, das heutige Etappenziel. Die Tour heute war sehr kräftezehrend, unsere kleine Gruppe hat sich am frühen Abend getrennt und sowohl Rosi als auch ich ruhen schon im Bett. Aber der Reihe nach.

Aufbruch war heute Morgen um 09:35 Uhr bei 13°C. Wie schon die ganzen Tage trafen wir uns um 08 Uhr zum Frühstück. Wir haben im Hansa Hostel übernachtet, dass ich hiermit uneingeschränkt weiter empfehle. Eine preiswerte Übernachtung (EZ 24,-, DoZ 22,- pP.), Frühstück geht extra und ist mit 4,-€ preiswert und umfangreich. Ein sehr nettes offenes Haus, alles sauber und gepflegt, man wird herzlich empfangen und man bekommt sicher Kontakt zu anderen Mitreisenden. Ich habe mich schlau gemacht, es soll so ein Zwischending von Jugendherberge und Hotel sein. Mehr Komfort als die Jugendherberge, aber nicht den ganzen Service wie im Hotel. Für den Kurztripp in Rostock immer zu empfehlen.
Vom Hostel aus führte uns unsere Tour in Richtung Schwaan. Leider war die Radroute nicht immer gut ausgeschildert, so dass wir die Route heute ein paar Mal verloren haben, so auch aus Rostock raus. Wiedergefunden haben wir die Route zwar immer, aber ein paar Zwischenhalts und ein paar Meter Umweg kamen dennoch zusammen. aber wir sahen es eher sportlich und nahmen es mit Humor. Das Wetter meinte es heute jedoch nicht gut mit uns. 3 km nach dem Start konnten wir unser Regenzeug überziehen und für die nächsten 2 Std. ging es durch leichten Dauerregen und etwas Wind. Die Route führt abseits von Hauptstraßen durch Felder und kleinere Wälder. Trotz des Regens kamen wir gut voran, unsere Räder fraßen Kilometer auf Kilometer. Gegen Mittag riss endlich die Wolkendecke auf und die Sonne zeigte sich zumindest des Öfteren, jetzt kam aber der Wind. Meine Lauftrainerin hatte mir mal gesagt, ich zitierte: “Gegen den Wind kannst Du nur verlieren” Zitat Ende. So hat es sich heute auch angefühlt, es kostet so viel Kraft, gegen den Wind zu fahren. Gott sei Dank haben sich bei Rosi die Beine wieder erholt und sie war in der Lage, gut mitzufahren. Auf den letzten 5 km kam es so heftig, man konnte schon von teilweise böigem Wind sprechen, hörte man auf zu treten, hat der Wind einen zurückgeschoben.
Die Route führte von Schwaan aus über kleinere Dörfer nach Bützow und von dort aus dann nach Güstrow. Eine sehr gut zu fahrende Strecke, von ein paar schlecht stehenden Schildern, ein paar kleineren Baustellen und etwas unbefestigten Abschnitten mal abgesehen. Zwischen Büstow und Güstrow verläuft die Strecke etwa 10 km am Kanal entlang, hier konnten wir noch mal ein wenig Geschwindigkeit machen, da zu unserem Glück der Wind auch mal von hinten kam.
Am Etappenziel waren wir nach knapp 5 1/2 Stunden und mit 61,9 km war es dann auch wieder eine längere Etappe. Ich kann beiden Frauen nur meinen Respekt zollen, sie halten super durch und man hört keine Klagen. Sicher waren wir Drei nach der Etappe fertig, die Beine taten weh. Etwas fehlt uns auch auf so einer Etappe, ein Masseur, der nach so einer Runde unsere Beine wieder fit macht. Uns bleibt nur die heiße Dusche. Nach dem Duschen haben wir uns noch mal auf den Weg in die Innenstadt von Güstrow gemacht, sind ein wenig gelaufen, haben uns umgesehen und auch zu Abend gegessen. Um 18 Uhr schließen die Läden hier, werden die Boardsteine hochgeklappt wie man so salopp sagt. Somit sind wir zum Hotel zurück und haben uns auf unsere Zimmer zurück gezogen. Soweit mein Bericht für heute.
Die allgemeine Gesundheit ist ok, es gibt die ersten wunden Stellen, aber nichts von großer Bedeutung und mir helfen die diversen Mittelchen aus der Apotheke ganz gut. Auf Monika habe ich ein Auge, sie hustet mir ein wenig zu oft. Wir schauen mal.

Der Ausblick auf Morgen:
Die Route führt uns von Güstrow nach Krakow am See, irgendwas an die 50 km, sollte also gut zu schaffen sein.

Ich gebe wieder meine persönlichen Daten zur heutigen Tour frei, hier der Link: >>>http://connect.garmin.com/activity/87786527<<<

Liebe Grüße von uns Dreien,
Monika, Rosi und Rolf

6. Etappe Nykoebing-Rostock

23. Mai 2011

Guten Morgen,
hiermit melde ich mich zum letzten Mal aus Dänemark. Wir sitzen derzeit am Frühstückstisch und unterhalten uns mit einem anderen Pärchen aus Berlin, die ebenfalls mit dem Fahrrad unterwegs sind. Wir haben hier eine private Unterkunft, sehr gemütlich eingerichtet mit Küche und können uns hier frei bewegen. Gestern hat es noch bis in die Nacht hinein geregnet, heute Morgen scheint aber die Sonne wieder für uns.
Allgemein zur Befindlichkeit kann ich berichten, dass alle die Tour fortsetzen werden und somit auch heute am Nachmittag gemeinsam Deutschland erreichen werden.

Gestartet sind wir heute Morgen gegen 09:20 Uhr und hatten für die letzten 30 km bis zum Fährhafen in Gedser 2 Std. eingeplant. Es wurden aber 3 Std., wir hatten einen permanenten Gegenwind von der heftigen Art. Nicht eine Sekunde konnte man mit dem Treten pausieren, ständig musste die Kraft aus den Oberschenkeln geholt werden, es war hart kann ich da nur sagen, für uns alle drei. Rosi mit ihren Beschwerden, die heute zum Glück deutlich besser waren hat sehr gut durchgehalten, Moni und meine Wenigkeit aber ebenso, auch uns fiel es schwer und mit einigen kleinen Verschnaufpausen haben wir doch 3 Stunden bis zum Hafen gebraucht, das hat noch mal so richtig geschlaucht, als ob Dänemark uns nicht weiterziehen lassen wollte.
Abschied haben wir dennoch genommen und viele gute Eindrücke und Erinnerungen mitgenommen.
Um 13 Uhr ging es auf die Fähre, die dann 15 min. später ablegte und uns Richtung Rostock brachte. Es war eine ruhige Überfahrt und an Board haben sich ausnahmsweise mal unsere Wege getrennt, Monika wollte alles besichtigen, während Rosi und ich etwas ausruhen wollten, aber zur verabredeten Zeit haben wir dann wieder zusammen gefunden. 14:57 Uhr war es, als wir die Fähre in Rostock verlassen haben. Der Weg führte uns dann in Richtung Innenstadt und von dort die kurze Strecke zum Hostel. Dieses ist eine preiswerte und saubere Unterkunft, aber wir müssen die Betten selber beziehen ;-). Hier gab es eine Aufgabenteilung. Was auf so einer Tour sein muss ist Wäsche waschen, wenn sich eine Möglichkeit ergibt. Also habe ich mich um die Wäsche von uns Dreien gekümmert und die Frauen haben die Betten bezogen. Später standen kleinere Reparaturen an Rosis Fahrrad an, ein neuer Fahrradständer musste her und beide Transporttaschen erneuert werden. Zum Glück gab es einen Fahrradladen 300m vor dem Hotel. Wie und warum das alles kaputt ging, ist eine andere Geschichte.
Was haben wir noch gemacht. Wir haben uns die Innerstadt von Rostock angesehen, haben eine sehr alte Kirche und die darin befindliche Uhr besichtigt, sind einfach mal so geschlendert, haben einen Kaffee getrunken und Erdbeertorte geschlemmt. Später waren wir beim Inder zum Essen und am Ende des Tages haben Rosi und Monika die nächsten Etappen geplant und die Unterkünfte rausgesucht.
Das war unser heutiger Tag. Viele schöne Erlebnisse und Erinnerungen begleiten uns. Leider aber auch gleich etwas negatives hier in Rostock und sicher auch auf der weiteren Strecke. Die Unfreundlichkeit hat uns wieder eingeholt. Die Dänen sind so freundlich, grüßen alles und jeden, auf dem Fahrrad wird man begrüßt und wir haben natürlich zurück gegrüßt. Hier wird man nur schief angesehen und es grüßt keiner mehr zurück, schade eigentlich, es tut doch nicht weh, so ein wenig Freundlichkeit.
Der Ausblick auf Morgen:
Wir nehmen etwa 45 km in Angriff und wollen in Güstow übernachten.

Es grüßen Rosi, Monika und Rolf

5. Etappe Bogoe-Nykoebing

22. Mai 2011

Guten Abend,
heute melde ich mich wieder später, wir haben noch ein wenig zusammen gesessen und geredet.
Wie war der Tag? Wir hatten heute wettertechnisch alles, Sonne beim Aufstehen, beim Frühstückten bezog es sich, auf der Fähre hatten wir starken Wind (offene See), Regen auf einem Teil der Etappe, aber auch sehr viel Sonne über die Mittagszeit, am Abend dann wieder Regen und auch Gewitter.
Gestartet sind wir heute gegen 08:45 Uhr, also früher als sonst, wir wollten aber die erste Fähre nehmen um nach Stubbekoebing überzusetzen. Dort ging die heutige Etappe eigentlich erst richtig los. Stubbekoebing liegt oben an der Insel Falster. Von dort aus haben wir uns rechts gehalten und sind lange an der Küste entlang gefahren. Außer Wiese, Sandstrände und Wald gibt es da eigentlich nichts anderes. Ein Ort auf der Route war Hesnaes, nicht wirklich so interessant, aber ab da beginnen vielleicht die schönsten Sandstrände, die Dänemark zu bieten hat. Wunderschöne langgezogenen Strände, wir hatten heute leichte Wellen gehabt, das Meeresrauschen war sehr laut und hat so schön geklungen, keine lauten Geräusche von Industrie oder Stadt, sehr wenig Autos und eine Idylle, wir wären gerne länger dort geblieben. Monika war mit den Füßen im Wasser, ich selber habe mich davon aber fern gehalten. Wir haben dann auch an einer Picknickstelle in der Nähe vom Strand Mittag gemacht.
Die Tour führte uns noch ein paar Kilometer an der Küste entlang, dann bogen wir ab und durchquerten die Insel einmal, vorbei an Oerslev, Idestrup bis nach Nykoebing Falster. Hier haben wir die letzte Station in Dänemark. Der Tag war gut, auch wenn wir nass geworden sind, die Sonne hatte uns sehr schnell wieder getrocknet. Mit 53km war die Tour lang, aber ohne Probleme zu bewältigen.
Im Moment haben wir gesundheitliche Probelme bei Rosi und bei mir. Bei Rosi haben heute die Beine nicht mitgemacht, die Oberschenkel taten weh. Sie hat sich aber durchgebissen und ist die Etappe zu Ende gefahren, auch wenn der Schwung der ersten Tage komplett fehlte und sie absolut nicht gelaunt war. Ich habe mir wohl eine Erkältung eingefangen, jetzt ist der Hals komplett zu, Husten und Schnupfen sind dazu gekommen und meine Temperatur liegt immer noch zu hoch. Aber da ich noch gut bei Kräften bin und die Beine mitmachen, gibt es keinen wirklichen Grund, sich Sorgen zu machen. Monika ist bei bester Gesundheit und immer froh gelaunt.

Ein kurzes Zwischenresümee:
Wenn wir Dänemark Morgen verlassen, haben wir etwa 325 km auf dem Fahrrad an Wegstrecke gemacht, haben die Landschaft sehr genießen können, haben viele Radfahrer begrüßen und teilweise auch sprechen können, die die gleiche Tour machen und umgekehrt, haben sehr viel an freundlicher Aufnahme erfahren und können ohne Zögern sagen, dass die Menschen hier sehr gastfreundlich sind und helfen, wenn es erforderlich wird. Ich für mein Teil habe diesen Teil der Strecke genießen können und kann sie nur weiterempfehlen.

Der Ausblick auf Morgen:
Wir fahren die letzte Etappe in Dänemark, die Route führt uns 35km weiter nach unten bis nach Gedser. Dort besteigen wir gegen 13 Uhr die Fähre nach Rostock und wenn meine Zeitplanung stimmt, legen wir gegen 15 Uhr in Rostock an. Dann haben wir vielleicht noch 10 km bis zur Unterkunft. Morgen hat Deutschland uns wieder.

Liebe Grüße von Rosi, Monika und Rolf

4. Etappe Praesto-Bogoe

21. Mai 2011

Guten Morgen Deutschland,
ich melde mich vom Frühstückstisch und wir grüßen alle daheim.
Heute Morgen sind die Temperaturen einstellig, aber der Himmel ist Wolkenlos und die Sonne scheint schon kräftig, daher hoffe ich mal, das die Temperaturen bald hoch gehen. Monika und Rosi geht es gut, keinerlei Beschwerden, anders bei mir, dem Kerl in der Runde. Habe seit zwei Tagen Halsschmerzen und Kopfschmerzen, gestern Abend kam dann erhöhte Temperatur und Zittern dazu. Habe auch sehr schlecht geschlafen. Aber ok. wird heute schon werden. Wenn jetzt einer denkt, geh doch zur Apotheke, dem kann ich nur sagen, ich habe hier in Dänemark so was noch nicht gesehen und ich bin jetzt schon 5 Tage hier. Eine gute Freundin hat mir den Tipp mit Salzwasser gurgeln gegeben, schönen Gruß zurück, ist ja ekelhaft…;-)).
Wir brechen gegen 09.15 Uhr auf und wenn alles gut geht, melde ich mich am frühen Abend wieder.
Mögen die Beine halten und der Wind uns gnädig sein

Es ist jetzt 21:25 Uhr und ich komme erst jetzt dazu, von der Tour zu berichten.
Eine sehr schöne Etappe war das. Einmal wegen der Sonne, die uns den ganzen Tag begleitet hat, aber auch wegen der Strecke an sich, eine wunderbare Landschaft, so richtig malerisch. Dazu zwei Brücken, die uns über das Wasser führten, eine war eine richtige Herausforderung. Die Tour heute führte uns von Praesto aus über Sandvig nach Gammel Kalvehave und dort über eine sehr lange und hohe Brücke rüber zur Insel Mons.

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Das Bild ist von Visit Dänemark

Wir drei haben die Brücke im Sattel genommen, ohne abzusteigen. Für Monika ein riesen Erlebnis, sie mag keine Anstiege, Rosi sah es sportlicher und hat den langen Anstieg gut gemeistert, ich habe es aber total sportlich gesehen und bin die Brücke hochgeheizt, soll heißen, dass mein Puls am Anschlag war. Sollte meine Lauftrainerin dieses jetzt lesen, reißt sie mir den Kopf ab ;-), aber ich ahne jetzt, wo mein Max.Puls in etwa liegt, jenseits allem, was wir vermutet haben. Von Mons aus führte uns die Strecke an alten Gräbern vorbei in Richtung Lille Damme und weiter über die nächste Brücke zur Insel Bogoe, wo wir für heute Quartier beziehen. Eine kleine beschauliche Insel und hier habe ich zum ersten Mal so etwas wie eine Apotheke entdeckt, in einem Einkaufsmarkt gab es einen Medikamentenschrank und das war die Apotheke sozusagen :-(, der Kassierer hat auch die Medikamente verkauft. Die spinnen die Dänen.
Den ganzen Tag in der Sonne fahren bedeutet auch, dass wir drei kräftig Farbe angenommen haben, allerdings etwas ungleichmäßig verteilt. Heute haben wir etwa 56 km gemacht, die Räder liefen trotz der vielen Auf und Abs ganz gut.
Der Ausblick für Morgen:
Als erstes setzen wir um 09:15 Uhr mit der Fähre über nach Stubbekoebbing und von dort aus zur letzten Station in Dänemark. Zielort Morgen ist Nykoebing.
Viele liebe Grüße an alle Interessierten,
es grüßen Monika, Rosi und Rolf
Ich gebe wieder meine persönlichen Daten frei, dann könnt Ihr die Strecke mal sehen und über Google Earth verfolgen. Alle anderen Daten sind meine persönlichen Pulswerte, wer sie lesen kann, erkennt meine Tagesverfassung und mehr :-)).
>>>http://connect.garmin.com/activity/87081048<<<